Satzung

§ 1 Name, Zweck und Sitz der Vereinigung (VWJD)

(1) Die Vereinigung der Wildbiologen und Jagdwissenschaftler Deutschlands (VWJD) ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Hannover und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

(2) Zweck des Vereins ist die Förderung der Wildbiologie und Jagdwissenschaft, im besonderen auch des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die VWJD ist die Nachfolgeorganisation der Gruppe Bundesrepublik Deutschland im internationalen Ring der Jagdwissenschaftler (IUGB). Die VWJD vertritt die deutschen Wildbiologen und Jagdwissenschaftler national und international und die Bundesrepublik Deutschland (BRD) in der International Union of Game Biologists (IUGB). Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Ausrichtung wissenschaftlicher Veranstaltungen und die Vermittlung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie durch die Vergabe von Forschungspreisen. Darüber hinaus vergibt die Vereinigung Preise und Stipendien an begabte Nachwuchswissenschaftler/innen.

(3) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(4) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. (5) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 2 Mitgliedschaft

(1) Ordentliches Mitglied der Vereinigung können auf Antrag Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie Studentinnen und Studenten werden, die auf dem Gebiet der Wildtierforschung und Jagdwissenschaft tätig sind. Wissenschaftliche Gesellschaften und Vereine können aufgrund eines Vorstandsbeschlusses Mitglied werden.

(2) Personen, die sich besondere Verdienste um die Wildbiologie, Jagdwissenschaft oder um die VWJD erworben haben, können auf einstimmigen Beschluß des Vorstandes zu "Ehrenmitgliedern" ernannt werden. Ehrenmitglieder haben alle Rechte der ordentlichen Mitglieder.

(3) Zur Förderung der internationalen wissenschaftlichen Beziehungen können reputierte ausländische Wildbiologen/innen und Jagdwissenschaftler/innen sowie ausländische Wissenschaftler/innen aus anderen Fachbereichen durch einstimmigen Beschluß des Vorstandes zu "Korrespondierenden Mitgliedern" ernannt werden.

(4) Sonstige Verbände, Vereine, Gesellschaften, Firmen sowie Einzelpersonen, die uneigennützig die Ziele der Gesellschaft zu unterstützen bereit sind, werden als "Fördernde Mitglieder" der VWJD geführt.

§ 3 Rechte der Mitglieder

(1) Ordentliche Mitglieder, Ehrenmitglieder und Korrespondierende Mitglieder haben in der Mitgliederversammlung Stimmrecht. Fördernde Mitglieder haben in der Mitgliederversammlung beratende Stimme.

(2) Jedes Mitglied kann Anträge an den Vorstand und an die Mitgliederversammlung stellen.

§ 4 Beginn und Ende der Mitgliedschaft

(1) Aufnahmegesuche sind schriftlich an die Geschäftsstelle zu richten. Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand.

(2) Die Mitgliedschaft endet durch: a) Tod b) Austritt c) Ausschluß

(3) Der Austritt ist dem Vorstand mit einer halbjährlichen Kündigungsfrist zum Ende des Kalenderjahres schriftlich zu erklären.

(4) Der Vorstand kann ein Mitglied ausschließen, a) das den Mitgliedsbeitrag trotz zweimaliger Mahnung (davon einmal durch Postauftrag) bis zum Jahresende nicht bezahlt hat, b) das durch sein Verhalten der VWJD erheblichen Schaden zufügt, c) dem die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt worden sind.

(5) Vor einem Ausschluß ist dem betroffenen Mitglied eine Frist von 14 Tagen zur schriftlichen Äußerung zu geben.

(6) Der Beschluß über den Ausschluß ist dem Betroffenen schriftlich mitzuteilen und zu begründen. Er wird einen Monat nach Mitteilung durch Einschreiben, wobei der Tag der Aufgabe bei der Post zählt, wirksam.

(7) Gegen diesen Beschluß ist innerhalb eines Monats ab dem in Ziffer (6) genannten Zeitpunkt Widerspruch zulässig.

§ 5 Mitgliedsbeiträge und Tagungsbeiträge

(1) Die Höhe des Mitgliedsbeitrages wird von der Mitgliederversammlung bestimmt. Er ist bis spätestens 30. Juni des laufenden Jahres zu entrichten.

(2) Kongreß- und Tagungsbeiträge werden auf Vorschlag der Tagungsleiter vom Vorstand festgesetzt.

(3) Ehrenmitglieder und Korrespondierende Mitglieder sind von allen Beiträgen befreit.

§ 6 Veranstaltungen und Einrichtungen

(1) Die VWJD veranstaltet in der Regel alle 2 Jahre einen wissenschaftlichen Kongreß, dessen Hauptthemen vom Vorstand festgelegt werden.

(2) Die Gesellschaft richtet durch den Vorstand nicht selbstständige Arbeitsgebiete ein, die sich in einzelne, nicht selbstständige Fachgruppen gliedern. Aufgabe der Fachgruppen ist die Tätigkeit der VWJD zu fördern. Die Arbeitsgebiete und Fachgruppen sind berechtigt, nach eigenem Bedarf Fachtagungen oder Symposien zu veranstalten. Diese müssen dem Vorstand mindestens 3 Monate vorher gemeldet werden. Der Vorstand der VWJD richtet einen Fonds zur Förderung begabter Nachwuchswissenschaftler/innen ein. Zur Verwaltung des Fonds wird je ein Verwaltungs- und Aufsichtsausschuß gebildet. Beide Einrichtungen unterstehen dem Vorstand. Sie geben sich Geschäftsordnungen, die vom Vorstand zu genehmigen sind.

(3) Für Sonderaufgaben kann der Vorstand Ausschüsse berufen. § 7 Organe der Gesellschaft Die Organe der Gesellschaft sind: 1. der Vorstand 2. der Beirat, 3. die Mitgliederversammlung.

§ 8 Der Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus: a) dem Ehrenvorsitzenden, b) dem Vorsitzenden, c) dem ersten stellvertretenden Vorsitzenden, d) dem zweiten stellvertretenden Vorsitzenden, e) dem Schriftführer, f) dem Schatzmeister, g) dem Referenten für Öffentlichkeitsarbeit und Presse.

(2) Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende, der erste und der zweite stellvertretende Vorsitzende. Jeder ist alleinvertretungsberechtigt.

(3) Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte, verwaltet das Vermögen der Gesellschaft und ist für die Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung verantwortlich.

(4) Der Vorstand erläßt eine Geschäftsordnung, welche die Aufgabenverteilung im Vorstand und Beirat regelt und Verwaltungsanweisungen enthält. Die Geschäftsordnung ist nicht Bestandteil der Satzung.

(5) Die Vorstandsmitglieder werden, mit Ausnahme des Ehrenvorsitzenden, anläßlich der wissenschaftlichen Kongresse durch die ordentliche Mitgliederversammlung für 4 Jahre gewählt. Der alte Vorstand bleibt bis zur Übergabe der Geschäfte an den neuen Vorstand im Amt. Dies ist 3 Monate nach der Neuwahl der Fall. Wiederwahlen der Vorstandsmitglieder in derselben Position sind für höchstens zwei Amtszeiten zulässig.

(6) Bei Abstimmungen im Vorstand bleiben Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen außer Betracht.

§ 9 Der Beirat

(1) Dem Vorstand gehören als beratendes Mitglied die Leiter der Arbeitsgebiete, Fachgruppen und der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses an.

(2) Die Leiter und stellvertretenden Leiter der unselbstständigen Arbeitsgebiete werden auf Beschluß des Vorstandes benannt. Die Leiter und stellvertretenden Leiter der unselbstständigen Fachgruppen werden von den Mitgliedern der Fachgruppe gewählt, dem Vorstand der VWJD vorgeschlagen und von diesem bestätigt.

(3) Mitglieder des Beirates können zu den Sitzungen des Vorstandes geladen werden, haben jedoch bei Beschlüssen des Vorstandes kein Stimmrecht.

(4) Eine gemeinsame Sitzung des Vorstandes und des gesamten Beirates findet regelmäßig in Verbindung mit dem Kongreß der VWJD statt. Sie dient einem Erfahrungsaustausch und den Planungen von Kongressen und Tagungen.

§ 10 Mitgliederversammlung

(1) Die ordentliche Mitgliederversammlung ist in Verbindung mit dem wissenschaftlichen Kongreß durch den Vorstand einzuberufen.

(2) Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn alle Mitglieder wenigstens 4 Wochen zuvor schriftlich unter Bekanntgabe der Tagesordnung eingeladen wurden.

(3) Der Vorstand kann jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Hierzu ist er verpflichtet, wenn mindestens 10% der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe des Zweckes und der Gründe verlangen.

§ 11 Aufgaben der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben: - Entgegennahme des Tätigkeits- und Kassenberichtes des Vorstandes, des Prüfungsberichtes der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes - die Wahl des Vorstandes - die Wahl von 2 Kassenprüfern und deren Stellvertretern. Diese haben die Aufgabe, die Kasse der Gesellschaft zu prüfen und über das Prüfungsergebnis in der Mitgliederversammlung Bericht zu erstatten - Genehmigung des vom Vorstand aufzustellenden Haushaltsplanes, einschließlich Festlegung des Mitgliedsbeitrages - Beschlußfassung über Änderung der Satzung und über alle ihr vom Vorstand unterbreiteten Anträge.

§ 12 Beschlußfassung der Mitgliederversammlung

(1) Der Vorsitzende der Gesellschaft leitet die Mitgliederversammlung, im Falle seiner Verhinderung einer der Stellvertreter.

(2) Die Mitgliederversammlung faßt ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der Erschienenen sofern Gesetz oder Satzung keine andere Stimmenmehrheit vorschreiben. Eine Vertretung in der Stimmabgabe ist nicht zulässig. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer Betracht.

(3) Die Stimmabgabe erfolgt offen, soweit nicht Gesetz oder Satzung dem entgegenstehen.

(4) Die Wahlen sind offen. Sie erfolgen auf Antrag geheim. Sind mehrere Bewerber für ein Amt vorgeschlagen, muß geheim abgestimmt werden. Bei Stimmengleichheit ist der Wahlgang zu wiederholen. Ergibt sich abermals Stimmengleichheit, so entscheidet das Los.

§ 13 Beurkundung und Niederschriften

(1) Über jede Vorstands- und Beiratssitzung sowie über die Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen.

(2) Beschlüsse des Vorstandes, des Beirates und der Mitgliederversammlung sind stets im Wortlaut schriftlich abzufassen.

(3) Die Niederschriften und Beschlüsse sind vom Leiter der Sitzung und vom Schriftführer zu unterzeichnen.

§ 14 Satzungsänderung

(1) Eine Satzungsänderung kann durch die Mitgliederversammlung nur beschlossen werden, wenn der Wortlaut der Satzungsänderung den Mitgliedern mindestens 4 Wochen zuvor mitgeteilt worden ist. Der Beschluß bedarf der Zustimmung einer Dreiviertelmehrheit der erschienenen Mitglieder.

(2) Anträge von Mitgliedern zur Änderung der Satzung müssen dem Vorstand drei Monate vor der Mitgliederversammlung im Wortlaut vorliegen.

§ 15 Auflösung der VWJD

(1) Die Auflösung der VWJD kann auf einer Mitgliederversammlung nur mit Dreiviertelmehrheit der erschienenen Mitglieder beschlossen werden.

(2) Die Mitgliederversammlung hat in diesem Falle zwei Liquidatoren zu bestimmen.

(3) Bei Auflösung, Aufhebung der VWJD oder bei Wegfall ihres bisherigen Zwecks ist das Vermögen zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.